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Junioren-Titel an Senn |
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Thaiboxen:
Schweizermeisterschaften in Rorschach |
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Das
Buchser Kampfküken Michelle Senn stieg an den Schweizermeisterschaften
im Thaiboxen vom letzten Samstag in Rorschach erst zum zweiten Mal
überhaupt in den Ring und holte sich sogleich den Junioren-Titel. Alle
anderen Buchser Vertreter – Slavo Polugic, Carole Flury und Marco
Staub – verloren ihre Kämpfe. |
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von
Petra Eggenberger
«Michelle hat uns auf jeden Fall rausgerissen, und das im zarten Alter
von 15 Jahren und an ihrem erst zweiten Kampftag überhaupt», zeigt
sich der Buchser Thaiboxtrainer Rohy Batliwala begeistert von seinem
Kampfküken, das sich neuerdings bereits Schweizer Junioren-Meisterin
im Thaiboxen nennen darf. «Natürlich muss man dazu sagen, dass die
Schweizer Frauenkampfwelt eher dünn besiedelt ist und es nur etwa vier
bis fünf Kämpferinnen überhaupt gibt, die in Michelles Kampfgewicht in
der Schweiz antreten, aber das soll den Erfolg nicht schmälern.
Michelle hat riesengrosses Potenzial und, wenn sie hart
weiterarbeitet, eine grosse Zukunft vor sich. «Michelle besitzt nicht
nur ein lustiges und aufgestelltes Naturell, sondern hat sich
gleichfalls dieser Herausforderung Schweizermeisterschaft sehr ruhig,
entspannt und erstaunlich überlegen gezeigt», weist Batliwala darauf
hin, dass Senn gegen Marion Williams aus Schaffhausen gar durch
technischen K.o. (Gegnerin wurde vier Mal angezählt, so dass der Kampf
abgebrochen werden musste) gewann. |
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Marco Staub mit Comeback |
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Marco
Staub stieg nach einer schweren Verletzung – nach einem verlorenen
Kampf in Bern wurde im Juni ein Jochbeinbruch am Kopf diagnostiziert –
zum ersten Mal für einen Rahmenkampf wieder in den Ring, zog gegen
einen Vertreter aus Thun jedoch den Kürzeren. «Das ist nicht weiter
schlimm, viel wichtiger war, dass Marco überhaupt den Schritt zurück
in den Ring gemacht hat. Er konnte so diesen Zwischenfall vergessen
machen. Abgesehen davon hat er sich sehr gut gehalten», lobt Batliwala
seinen ebenso erst 18-jährigen Schützling, der sich nun für das
nächstjährige SM-Finale vorbereitet. |
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Flury und Polugic
verlieren |
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Carole
Flury verlor ihren 25. Kampf knapp durch ein 2:1-Richterurteil. «Die
Gegnerin Rebecca Donnelly kam mit einigen Kilos Übergewicht, war somit
also gut vier bis fünf Kilogramm schwerer als Carole. Dies hatte zur
Folge, dass die Schläge härter in Caroles Richtung kamen als gewohnt
sowie umgekehrt Donnelly mehr einstecken konnte, da sie sich härtere
Schläge gewohnt ist», gibt Batliwala Aufschluss. «Nichtsdestotrotz war
Donnelly unheimlich stark, viel stärker als wir sie eingeschätzt
hatten. Carole kam damit also endlich wieder einmal zu einem richtigen
Testkampf», weist Batliwala darauf hin, dass die Niederlage seines
Aushängeschilds keinesfalls eine schlechte Sache war, sondern vielmehr
der Kampf Flury viel einbrachte. «Ich sage immer, lieber gut verlieren
anstatt schlecht gewinnen», so Batliwala über sein Motto. Auch Flury
selbst zeigte sich nach dem Bruch ihrer vierjährigen Ungeschlagenheit
keinesfalls enttäuscht: «Der Kampf war gut, das ist, was zählt.
Abgesehen davon darf ich durchaus nach der langen Siegesserie wieder
einmal verlieren.» Als nächstes steht für Flury nun die SM im Boxen
vom 29./30. Oktober in Basel (Ausscheidung) und 5./6. November in
Baden (Halbfinale und Finale) an.
Ähnlich ging es dem Buchser Slavo Polugic, der gegen den
Amateur-Weltmeister Tefik Bajrami antrat. Auch er verlor durch ein
2:1-Richterurteil nur ganz knapp. Batliwala: «Slavo kämpfte in seinem
erst fünften Kampf grossartig und dies gegen einen hochkarätigen
Gegner, der schon 25 Kämpfe auf seinem Konto hat. Am Ende war die
Niederlage schade, aber absolut akzeptabel.» |
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