Titelkämpfe im
Thaiboxen
kampfsport.
Morgen Samstag steht die Mehrzweckhalle in Rorschacherberg im Zeichen
des Kampfsports. Ab 14 Uhr werden verschiedene Kampfsportkünste in
Demonstrationen und Wettkämpfen vorgeführt. Am Abend werden die
Amateur-Schweizer-Meister im Thaiboxen ermittelt. Für den Final
qualifiziert hat sich auch ein Kämpfer aus dem Arena Thai Gym in
Rorschach. Gjoni Simon tritt in der Gewichtsklasse bis 64 kg an. Die
Buchserin Carole Flury fordert in einem Prestige-Kampf die Engländerin
Rebecca Donnelly heraus. Flurys Sparringpartner Slavo Polugic tritt
gegen Tefik Bajrami an. Polugics Gegner ist der Bruder des K1-Kämpfers
Xhavit Bajrami, Schüler und Freund von Andy Hug. (du)
K1-Feeling
in der
Mehrzweckhalle
Gianfranco Manzan
organisiert die erste Fightnight in Rorschacherberg
rorschacherberg. Für
einmal kein «Grümpeli» und auch kein Konzert – am kommenden Samstag
steht die MZH im Blickpunkt der Freunde asiatischer Kampfsportkünste.
Höhepunkt bilden die SM-Kämpfe im Amateur-Thaiboxen.
rudolf hirtl
«Ich möchte die
vielen Vorurteile abbauen helfen, die im Zusammenhang mit Sportarten
wie Karate, Kung-Fu und vor allem auch Thaiboxen leider immer noch
vorherrschen», sagt Veranstalter Gianfranco Manzan, auf die
Beweggründe angesprochen, hier in der «Provinz» eine Fightnight ins
Leben zu rufen.
Später auch
Profikämpfe
Der 49-Jährige,
der in Rorschach die «Arena Thai Gym» betreibt und dort neben
Erwachsene auch Kinder ab 6 Jahren in den Fertigkeiten des Thaiboxens
unterweist, ist überzeugt davon, dass es nicht bei einer einmaligen
Veranstaltung bleiben wird. «Ich rechne damit, dass rund 1000 Leute am
Samstag in die Mehrzweckhalle kommen werden», sagt er ebenso
selbstbewusst wie zuversichtlich. Sollte sich der erwartete Erfolg
einstellen, so könne er sich gut vorstellen, dass Programm künftig
auch noch mit Profikämpfern zu ergänzen.
Am Samstag stehen
nun aber vorerst die Amateure im Mittelpunkt des Geschehens. Laut
Manzan garantieren nicht nur die ehrgeizigen Nachwuchs-Thaiboxer (ab
20 Uhr) hoch stehenden Sport, sondern auch die Prestige-Kämpfe. Am
bekanntesten dabei die mehrfache Schweizer Meisterin Carole Flury, die
es mit der Engländerin Rebecca Donnelly zu tun bekommt, oder aber der
Kampf zwischen Slavo Polugic und Tefik Bajrami. Letzterer wird von
seinem Bruder Xhavit betreut, selbst mehrfacher Thaibox-Weltmeister,
K1-Kämpfer und guter Freund des unvergessenen Andy Hug.
Kung-Fu und
Schwertkämpfe
Laut Gianfranco
Manzan sind nicht nur die Thaibox-Wettkämpfe am Abend einen Besuch
wert. «Ab 14 Uhr werden verschiedenste Disziplinen präsentiert. Neben
Kung-Fu, Karate, Aikido und Kendo werden auch weniger bekannte, aber
ebenso spektakuläre Kampfkünste wir Eskrima, Iaido Jodo, ein
Schwertkampf, oder Wushu-Formen mit Kindern zu sehen sein.»
Gianfranco Manzan
wurde vor über 20 Jahren mit dem Thaibox-Bazillus infiziert. Karate
war ihm in jungen Jahren zu statisch. In der thailändischen Art des
Boxens fand er seine sportliche Befriedigung durch die grosse
Herausforderung dieses intensiven Zweikampfes. «Es ist die
Komplexität, die mich fasziniert. Es ist nicht nur der ganze Körper
mit einbezogen, es braucht auch einen wachen Geist und viel taktisches
Kalkül, um bei diesem Schach im Ring bestehen zu können.»
|